Guck mal, wer da spricht - Der Film-Cache (GC2FY9A) Logvorschlag von Gartenzwerge Berlin
Prolog
Lesefaul? Nee, keinesfalls. Habe mich sogar mal durch Ulysses gekämpft. Augenkrank? Naja. Mal sehen... Aber laufen kann ich. Und damit stand fest, dass ich mich der Aufgabe stelle.
Teil I - Das Lesen
Ein paar trübe Winterabende. Zeit zu schmökern. Also klappt das Lesen erwartungsgemäß prima. Es gibt sogar den einen oder anderen schmunzelnden Wiedererkennungseffekt. Und der Rest? Na, der wird hartnäckig ergoo...arbeitet.
Da stand ich nun. An einem
Teil II - Das Sehen
Es ist kalt. Es ist grau. Es ist der 21.12.2010. Ich stehe an dem ermittelten Ort. Es ist ein plausibler Ort. Ich bemühe mich zu sehen. Es misslingt. Ich beginne zu tasten. Besinne mich darauf, sehen zu müssen. Wohin? Vieles, viel zu vieles erregt mein Interesse. Irgendwann erlahmt das Interesse wieder. Ich friere. Ich beginne auf und ab zu laufen. Auch auf und ab zu sehen. Nichts. Wahllos fängt das Bewusstsein an, Zahlen auseinander zu nehmen, wieder zusammen zu setzen, zu verwerfen. Ich gebe auf. Ich muss es mit nur noch eingestehen. Aber der Verstand sucht längst gelangweilt nach anderer Beschäftigung. Und sieht. Das Bewusstsein muss aber erst drei Mal hinschauen, bis es begreift. Wahnsinn. So ein mächtiges PAL-Feld (Problem-Anderer-Leute) habe ich ja noich nie gesehen. Mir wird heiß. Es geht weiter...
Teil III - Das Laufen
Ein Hochgefühl pulsiert durch meinen Körper. Ich gleite durch die Landschaft. Aber die Strecke reicht nicht für ein Roadmovie...
Teil IV - Das Einsehen
Ich erreiche den anderen Ort. Und sehe sofort. Und erkenne. Nämlich meine eigene Unzulänglichkeit. Das schaffe ich nicht. Ende.
Teil IV - Das Finale
Monatelang lebe ich in der Angst, das, was ich bereits gesehen habe, könnte verschwinden. Könnte sich als Trugbild herausstellen. Heute nun will ich dem ein Ende bereiten. Die Sonne scheint. Es ist warm. Ich komme mit dem Fahrrad. Und erreiche wieder den Ort. Und alles ist so, wie ich es vor mehr als einem halben Jahr schon erblickt habe. Und meine Unzulänglichkeit? Na, ich bin doch mit dem Fahrrad da. Da kann ich alles! Fast alles. Ein kurzer Zweifel huscht wie ein Schatten über meine Gedanken. Aber nur Sekunden später strahlt wieder die Sonne auf mein Gemüt. Ich bin am Ziel. Ich halte es in meiner Hand. Es ist ein Kleinod. Geschafft. Und niemand beachtet mich. Denn auch ich habe mich mit einer PAL-Tarnung umgeben. Es ist 15:15 als mein Name im Abspann von "Guck mal, wer da spricht" auftaucht. Happy End.
Epilog
Naja, das Happy End erhält noch einen kleinen Dämpfer, als ich etwas später feststelle, dass ich mein Fahrradschloss und den Sattel-Regenschutz in Form einer Kuh im Freudentaumel zurückgelassen habe. Also hurtig zurück. Das Schloss ist noch da, aber die Kuh hat wohl schon einen neuen Freund gefunden...
no trade (mal von der Kuh abgesehen)
mity!